Issen Terramoto


Kalligraphie habe ich gelesen, wird hier beschrieben als eine hochentwickelte Schönschreibkunst vor allem in China und Japan.

In der Entwicklung dieser Kunst sind Jahrtausende alte kulturelle und geisti­ge Auseinandersetzungen der Menschen zu finden. Weisheitslehren, geistige Gesetze, Philosophie, religiöses Denken, das alles ist eingetreten in Schrift, in gemalte Worte. Ein Zeichen setzen, bedeutet intensive Beschäftigung des Künstlers mit dem Vorgenannten, Ernsthaftigkeit und Konzentration, Übungen, die im Buddhismus einen hohen Stellenwert haben. Erlangung von Meisterschaft im Umgang mit Pinsel, Tusche und Papier sind Grundlage. Der einzelne Strich muss von Anfang bis Ende, ob kreisförmig oder gerade, stark oder leicht, dünn oder dick so angelegt sein, wie es der Künstler persönlich vor dem geistigen Auge hat und realisieren möchte. Unterbrechungen oder neue Ansätze gibt es nicht.

Ein kalligraphisches Werk ist immer eine ganz persönliche Sicht des Künstlers und kann genauso wenig leicht verstanden werden, wie Bilder europäischer Künstler. Der Betrachter muss sich einlassen und seine eigene Möglichkeit des Verstehens finden.

Das innere Bild, heute von Issen Teramoto, ihre Gedanken erscheinen in wenigen Zeichen oder Strichen, die in ihrer Konzentration eine hohe Ästhetik und Kraft auf den Betrachter ausüben.

 

Vita

 

Seit 1979            Schülerin von Mugen Takada
                           Veranstalterin  von „Sumi Asobimasho“

Direktorin von Wako, Schule für jap. Kalligraphie
                                  

Schiedsrichterin bei Shodo Geijutsu-In, Verein für Schreibkunst