Rotar

 

ROTAR geboren 1926 in Berlin, gestorben 1999 in Düsseldorf, seit Ende der 50er Jahre in der Kunstszene präsent, malte und zeichnete seit früher Kindheit, besuchte die Waldorfschule in Berlin, dann das Landeserziehungsheim Schondorf/Ammersee, Krieg und Gefangenschaft, Imker und Tischler, künstlerische Ausbildung an den Werkkunstschulen Bremen und Köln, danach freier Maler, Photograph und Objektmacher.


Ausstellungen mit ROTAR in der galerie Fellner von Feldegg:
2006 - Dialog mit dem Kosmos
2009 - Accrochage



Vita

ROTAR malt und zeichnet seit früher Kindheit

1935 - 1941 Besuch der Privaten Rudolf-Steiner-Schule in Berlin bis zu deren
endgültigen Auflösung in Vitte auf Hiddensee durch die Gestapo.

1941 - 1943 Besuch des Internats Stiftung Landerziehungsheim in Schondorf (ehemals: Landheim Schondorf/Ammersee) am Ammersee. Notabitur.

1943 - 1945 Luftwaffenhelfer, Panzerfahrer und Funker im Zweiten Weltkrieg, englische Kriegsgefangenschaft. Malt und zeichnet in dieser Zeit.

1945 - 1947 kurzer Besuch der Waldorfschule in Hannover, arbeitet als Gärtner und Imker auf dem Immenhof bei Bremen.

1947 - 1949 Lehre als Tischler in Geesthacht

1949 - 1950 Tischlergeselle bei den Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk, Bremen. Erste malerische und zeichnerische Versuche zum Thema "Spirale", 1947/48.

1950 - 1953 Staatliche Kunstschule in Bremen und Kölner Werkkunstschule in Köln, Studium der Malerei und Möbel- und Innenraumgestaltung.

1953 Innenarchitekt und Manager beim eben gegründeten amerikanischen Möbel-Design-Unternehmen Knoll International GmbH in Stuttgart. Lernt alle progressiven Architekten bundesweit kennen und arbeitet mit ihnen zusammen. Kommt mit führenden Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Industrie und Botschaften zusammen. Entwickelt als Designer unter anderem Lampen, insbesondere die "DIANA"-Photolampe mit internationalem Patent. Erste Kontakte zu den führenden Galerien und Auktionshäusern wie Gebr. Ketterer und Gutekunst & Klipstein. Beginnt Kunst zu sammeln. Malt, zeichnet, photographiert und filmt nebenbei. Entwickelt malerisch und zeichnerisch sein Thema "Spirale" weiter. Mehrere Studienreisen nach Italien. Studium der Graphologie.

1957 Leiter der ersten Niederlassung von Knoll International in Düsseldorf. Inszeniert Design- und Kunstausstellungen bei Knoll International in Düsseldorf. Mitglied des Deutschen Werkbundes. Malt, zeichnet, stellt Collagen her und photographiert. Untersucht sein Thema "Spirale" mit Astro- und Atomphysikern, Molekularbiologen, Hirn- und Gen-Forschern. Zahlreiche Künstlerkontakte, unter anderem Ernst Wilhelm Nay, Yves Klein.

1963 Studienreise in die USA, lernt dort Mies van der Rohe kennen. Hält danach verschiedene Vorträge zur Architektur und zum Möbel-Design in USA. Konzentriert sich künstlerisch ganz auf sein Hauptthema "Spirale" und konstruiert eine "Malmaschine" zur künstlerischen Umsetzung der "Raum-Zeit-Spirale". Beginn von Ausstellungen. Verschiedene Fernsehfilme entstehen, Life-Übertragungen, Berichte und Rezensionen in Tages-, Wochen- und Kunstzeitschriften, Rundfunk. Mitarbeit beim "Kosmosolarium" auf dem Resopal-Schiff MS Rhein anläßlich der Kölner Möbelmesse. Nimmt mit Skulptur-Modellen (Spiralen) an verschiedenen Wettbewerben für Kunst am Bau teil. Beschäftigt sich intensiv mit Astrologie, Kabbala, Tarot, Alchemie, Mysterienreligionen, Zahlen- und Zahlensymbolik, Runenkunde, Kosmogonie und Kosmologie, Hermes Trismegistos.

1973 verläßt die Firma Knoll International und wird freischaffender Maler und Photograph. Erweitert sein künstlerisches Thema "Spirale" mit Zahlen, kabbalistischen, alchemistischen und astrologischen Chiffren, siegelt und stempelt seine Arbeiten. Legt als übergreifende Idee den "Obenbegriff" für seine Kunst fest: "Wie oben so unten, Wie unten so oben" und "coincidentia oppositorum". Lernt Joseph Beuys kennen, den er später bei seinen Aktionen mehrfach photographiert. Hält verschiedene Dia-Vorträge über Künstler, deren Werke und Horoskope in Deutschland und in der Schweiz.

1981 eigenes Atelier in der Villa Engelhardt in Düsseldorf. Freundschaft mit den Malern Georg Muche und Thomas Ring.

1986 lernt den amerikanischen Künstler James Lee Byars kennen, mit dem er bis zu dessen Tod 1997 befreundet ist. Zieht sich mehr und mehr aus dem kommerziellen Kunstbetrieb zurüc. Malt, erstellt Objekte, photographiert, arbeitet mit Video, dichtet und macht Musik. Erste digitale Versuche für seine Kunst.

1999 stirbt ROTAR am 13. August unerwartet in Düsseldorf.