Veit Ferrer

 

g606 - o. T. (2013)
40 x 50 cm, Oel auf Leinwand
© Galerie Fellner von Feldegg
g605 - o. T. (2013)
40 x 50 cm, Oel auf Leinwand
© Galerie Fellner von Feldegg
g604 - o. T. (2013)
40 x 50 cm, Oel auf Leinwand
© Galerie Fellner von Feldegg
Robben Island (2010)
80 x 120 cm, Oel auf Leinwand
© Galerie Fellner von Feldegg
Robben Island (2010)
80 x 120 cm, Oel auf Leinwand
© Galerie Fellner von Feldegg
g046 - Die Verachtung (2006)
200 x 240 cm, Oel auf Leinwand
© Galerie Fellner von Feldegg
g498 - Mit geschlossenen Augen (2010)
200 x 240 cm, Oel auf Leinwand
© Galerie Fellner von Feldegg
Gare St. Lazare (2003)
Oel auf Leinwand
© Galerie Fellner von Feldegg

Wesentlicher Bezugspunkt der Arbeiten von Veit Ferrer ist die Literatur. Einer Collage nicht unähnlich bedient sich der Künstler literarischer Versatzstücke, etwa aus dem Passagen-Werk von Walter Benjamin, das selbst schon als „Steinbruch der Moderne“ betrachtet wird. In seinen jüngsten Arbeiten greift Ferrer auf Werke des französischen Schriftstellers Michel Houellebecq zurück, dessen 2005 erschienener Roman „Die Möglichkeit einer Insel“ Kritik übt an der „Banalität unserer Welt, ihr Ausgerichtet-Sein auf Sex, Ruhm und Reichtum“. Schon Houellebecqs frühere Erzählung „Lanzarote“ fußt auf dieser grundsätzlichen Thematik, die Ferrer in Gemälde von allegorischer Qualität überträgt. Wenngleich seine Arbeiten dabei in der Regel nach Fotografien oder anderen Bildvorlagen entstanden sind, verweisen sie dennoch auf eine hinter den Dingen liegende Ebene. Folge davon ist, dass die Bilder ihren ursprünglichen dokumentarischen Charakter verlieren. Vielmehr wandeln sie sich zu einer subjektiven Aussage über Malerei, verstärkt noch durch die für den Künstler so typische übersteigerte Farbgebung und Aufrasterung der Motive nach mathematischen Formeln. In diesem Sinne verstehen sich die Arbeiten von Veit Ferrer nicht als detailliertes Abbild der Welt. Sie gleichen einer Studie über die Möglichkeiten der Malerei, deren Ausgangspunkt weniger in einem konkreten Malprozess, als vielmehr in einer abstrakten Idee verankert ist.

Christian Krausch