g412 – farbige Fantasie, 154 x 92 cm
farbige Zeichnung auf Leinwand
© Galerie Fellner von Feldegg
g413 – farbige Fantasie, 154 x 92 cm
farbige Zeichnung auf Leinwand
© Galerie Fellner von Feldegg

Christel Schulte Hanhardt
Zeichnungen, Collagen, Fresken

  

Intensität, Experimentierfreude, Beobachtung der sie umgebenden Welt, Lebendigkeit und Freude am Leben zeichnen die Künstlerin Christel Schulte-Hanhardt in besonderem Maße aus. Ihr großes Engagement wie auch ihre Ernsthaftigkeit geben ihr die Kraft immer neue Möglichkeiten ihrer Reflexionen, ihrer inneren Wahrnehmung und damit ihrer Gedankenwelt in die künstlerische Arbeit einfliessen zu lassen, immer begegnet uns Vielfalt und Vielschichtigkeit, WEGE und HÄUTUNGEN waren Themen, die sie bearbeitete und in Ausstellungen zeigte.

 

In starken Farben und Räumen kann Christel Schulte-Hanhardt ihre Ausdrucks-form finden.

.

Sie ist Zeichnerin, Malerin, auch Bildhauerin, aber nicht im klassischen Sinn. Im
letzteren Bereich finden wir bei ihr die freie Installation.

 

Das Papier ist ein wichtiges Material für Christel Schulte-Hanhardt, das sie in Schichten übereinander klebt mit Farbpigmenten bemalt, häufig formt oder als Collage zeigt.

 

Ein Werkkomplex ihrer Arbeit ist das Fresko. Diese alte Technik hat sie begeistert aufgegriffen und in die zeitgenössische Kunst transformiert.

So schneidet sie hierbei aus industriellen Dämmplatten Formen, die zu Bildern aber auch zu Raum bildenden Installationen zusammen gefügt sind. Die Farbpigmente werden in traditioneller Weise in den nassen Putz, den sie auf die Platten aufträgt, eingearbeitet.

 

Ihre Bilder zeichnet Christel Schulte-Hanhardt mit Farbkreiden auf Papier und auf Leinwände. Sie nennt diese Bilder Zeichnungen, die aber eine große Nähe zur Malerei haben. Auch damit hat sie sich wieder von dem klassischen Begriff der Zeichnung entfernt, vielleicht könnte man sogar sagen befreit. Freiheit ist sicher ein ganz wichtiger Wert für sie und der interessierte Beobachter kann das in Ihrer Lebensarbeit entdecken. Ohne Mut kann es keine Freiheit geben, und so zeigt sich dieser neben einer lebensbejahenden Portion von Humor auch in ihrer künstleri-schen Arbeit, die spielerische Leichtigkeit, wie schmerzvolle Verwundbarkeit ausdrückt.

 

Die hier präsentierte Ausstellung will eine Art von Retrospektive sein. In der viele nie von ihr ausgestellten Arbeiten aus den 80igern, den 90igern des letzten Jahrhunderts bis heute gezeigt werden.

 

Marie-Luise Fellner von Feldegg

mehr...